“Fulminant” “Unvergesslich” “Grandios” “Begeisternd” … Unsere Premiere!

Nicht nur die Kritiker überschlagen sich förmlich – auch das Publikum hatte eine Mordsgaudi bei der sonntäglichen Premiere von “The Producers”.  Und überhaupt waren nur Superlative zu hören an diesem Abend.

Highlights gab es en Masse: Zunächst wurde der Ehren-Ernst-Lubitsch-Preis an Mel Brooks verliehen, der allerdings nicht selber gekommen war. Stattdessen hat ihn sein Kumpel und Co-Autor (”Spaceballs”, “To be or not to be”, und natürlich “The Producers”) Thomas Meehan vertreten.

Und das auf rührend-witzige Weise, entschuldigte sich der inzwischen doch schon reichlich ältere Herr erstmal mit “I’m sorry I’m not Mel Brooks!“.

Schon von Minute eins der Show war die Stimmung dann prächtig – und in der zweiten Hälfte packten dann alle nochmals einen drauf, wie es sich gehört. Mein persönliches Zweithighlight übrigens ein Shake-Hands mit Jens Wawrczeck alias Peter Shaw. Held meiner Jugend.

Angesichts der Flut von überschwänglichen Kritiken zitiere ich hier nur ein paar Ausschnitte:

FOCUS meint:

Eine fulminante Premiere. Im Stile eines swingenden Musicals der 50er-Jahre inszeniert, mit gefälligen Bühnenbildern und vielen kleinen komischen Ideen. Cornelius Obonya liefert eine grandiose Show mit viel Spielwitz ab. Herbert Steinböck gibt grandios den bajuwarisch-hinterwäldlerischen Autor Liebkind, Bettina Mönch spielt die blonde Schwedin Ulla hinreißend komisch. Und Martin Sommerlatte als schwuler und grotesk übertrieben tuntiger „Führer” lehrt uns etwas: Man kann dem Bösen auch mit Witz und Satire begegnen, ohne sich der Verharmlosung schuldig zu machen.”

Die Tagesthemen haben uns auch ein paar Minuten gewidmet:

Den Bericht gibt es hier zu sehen.

Die dpa schreibt:

“(…) ist die Premiere überschwänglich gefeiert worden. Flotte Melodien und Tänze, glitzernde Kostüme und die Wiener Besetzung begeisterten das Premierenpublikum.”

Der Tagesspiegel schließt sich an:

“Gestern Abend demonstrierte das begeisterte Publikum bei der Premiere von Mel Brooks’ „The Producers – Frühling für Hitler” im Admiralspalast, dass man auch über Hitler herzhaft lachen darf, wenn die ganze Sache nur abstrus übertrieben ist. Am Sonntagabend wurde der New Yorker Triumph in Berlin wiederholt. Mit den „Producers“ ist der freche, freie Geist der so oft beschworenen Goldenen Zwanziger wieder in Berlin angekommen. Die im Musical-Bereich längst zur hohlen Geste verkommenen standing ovations – an diesem großen, unvergesslichen Premierenabend waren sie einmal angebracht.”

Hier ein paar Ausschnitte aus der rbb Abendschau!

Die Herrschaften haben live aus dem Hof unseres Hauses gesendet.

BZ schreibt:

Producers begeistert Promis. Es gab viel Szenen-Applaus und stehenden Ovationen. „Sehr verdient”, befand Oliver Kalkofe. „Eine großartige Inszenierung, toll übersetzt, zu 100 Prozent gelungen.” TV-Kommissar Jaecki Schwarz war ebenfalls begeistert: „Ich habe das erste Mal etwas in einer solchen Perfektion gesehen.” Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit stimmte in den Jubel-Chor ein: „Ein großer Erfolg für den Admiralspalast, super Künstler, großes Theater.”

Rafael Seligmann meint:

“(…) eines der erfolgreichsten Musicals überhaupt. Warum? Weil es ur-komisch ist! Humor ist Anarchie. Davon gibt es hier reichlich. Humor ist auch, wenn es weh tut. „The Producers” kennt keine Schmerzgrenzen. Alle, inklusive Publikum, werden entlarvt und auf die Schippe genommen. Die Inszenierung im Admiralspalast ist Broadway-Material: pfiffig, großartige Darsteller, flotte Tanzeinlagen – alles, was ein Musical braucht. Und mehr. Denn manchmal muss man beim Blick auf die Bühne die Luft anhalten – und die braucht man, um gleich wieder loszulachen.”

Die Morgenpost zitiert ebenfalls Kalkofe:

“Natürlich darf man über Hitler auf der Bühne lachen, wenn es perfekt gemacht ist. Dieses Musical ist die beste Umsetzung der deutschen Geschichte nach Guido Knopp.” Regisseur Andreas Dresen (”Halbe Treppe”) sagte: “Über Hitler darf man nicht nur, man muss über ihn lachen.” Entertainerin Sharon Brauner, Nichte des Filmmoguls Artur Brauner: “Wenn das Stück so gut durchdacht wie dieses und von so großer Qualität ist, kann man über Hitler lachen.”

Und sogar die BILD hat nur positives zu berichten:

“In Berlin wurde die Hitler-Parodie umjubelt. Die Inszenierung von „The Producers” zeigt ein wunderbares Gespür für schräge Bühneneffekte. Das Premierenpublikum im Admiralspalast klatscht und johlt vor Freude. Modedesigner Wolfgang Joop (64): „Hitler war ein kleines Würstchen. Ihn zu veräppeln ist deshalb so einfach, weil er aus heutiger Sicht wie eine Comicfigur wirkt.” Bestseller-Autor Eckart von Hirschhausen (41): „Ich glaube an die staatstragende Rolle des Humors in einer Demokratie.”

Auf unserem Flickr-Account kann man sich nochmal die schönsten Bilder des Abends ansehen.

Hier noch ein paar Impressionen vom roten Teppich:


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