Springquell der Individualität … Berlin Revue
Der Herr Scheibe hat ja offenbar durchaus eine gewisse Schwäche für einen ganz bestimmten Typ – zumindest was die weiblichen Gäste der Berlin Revue anbelangt. Das sind denn im Regelfall ausgesprochen ansehnliche junge Damen mit ausgesprochen anhörlichen Stimmen und vor allem: so einem gewissen Hang zur Dekadenz, Verruchtheit und augenzwinkerndem Sexappeal. Was nicht heißt, daß die Damen in Strapsen und mit Nerzboa auftreten müssen – das überlassen wir dann doch lieber dem Friedrichstadtpalast.
Und wo dort durch schiere Masse geplotzt (sic!) wird, ist our own Berlin Revue ein Springquell der Individualität, zusammengehalten durch – na eben Mark Scheibe. Der pianierende Orchesterleiter, hanseatische Deutschpop-Crooner und passionierte Thronsitzer gibt seinen Gästen mithilfe seines fünfzehnköpfigen Ensembles viel Raum zur musikalischen Entfaltung. Und so wird jeder Auftritt (und das ist jetzt mal keine Phrase, sic!) zum einmaligen Erlebnis – wie das schon unvergessliche Momente mit Rainald Grebe, Tim Fischer oder Nagel von Muff Potter gezeigt haben.
Machen wir also mal Butter bei die Fische und zählen schnell auf, wer dieses mal dabei sein wird: Da hätten wir die Rückkehr von Ella Endlich zu vermelden, die ja schon in der letzten Ausgabe der Berlin Revue zugegen war und jetzt Endlich (sic!) einen zweiten Song zum besten geben wird (ich persönlich hoffe ja auf “Und wenn wir Rockstars sind” mit der großen Zeile “Wenn wir Rockstars sind, dann retten wir die Welt. Wir woll’n die ganze Bäckerei, wir wolln Croissants mit Mandeln drauf…”).
Ja, Frau Endlich trifft Herrn Scheibes Geschmack mit ihrem Theater-Chanson-Pop wohl wahrlich ins Bullauge.
Next Up: Sebastian Krämer. Der entspricht vielleicht nicht ganz Scheibes optischem Ideal, hat definitiv nicht die größte Stimme, dafür aber ein ausgesprochen komisches Talent, wie der rechtsobige Ausschnitt aus “Nightwash” zeigt.
Und dann erwartet Le Scheibe noch Katharine Mehrling, die man zuletzt in der Bar jeder Vernunft in der Rolle der Sally Bowles in Cabaret sehen konnte – und das insgesamt 250 Mal. Ausserdem hat sie in einer Vielzahl von Produktionen der großen Piaf Tribut gezollt.
Und last but not at all least die Jazzsängerin Inga Lühning.
Alles ausgesprochen verdiente Künstler(innen), die sich ihre Meriten bereits verdient haben und sich bei der Berlin Revue dennoch auf eine völlig neue Erfahrung einstellen dürfen – ebenso wie der geneigte Zuhörer. Nicht zu vergessen bei all der musikalischen Tour De Force: Marks wunderbare Ansagen und Moderationen, die gelegentlich (um nicht zu sagen: zuverlässig) in Beleidigungen gegen den Admiralspalast und seine Belegschaft münden. Finde ich ausgesprochen amüsant.
Und außerdem verlosen wir natürlich auch mal wieder 2×2 Freikarten für diesen Abend unter allen, die bis zum 30.10. eine Mail mit dem Betreff “Nie wieder Qi!” versenden, und zwar an:
hellbrueck@admiralspalast.de
Viel Glück!
Im AP 101 am Montag, 02.11.2009
15,00 Euro zzgl. VVK-Gebühren, AK 16,00 Euro (oder umsonst, siehe oben!)
Und hier gibt’s wie immer mehr Infos beim Admiralspalast!
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- Veröffentlicht:
- 29.10.09 / 1pm
- Kategorie:
- Palastentertainment, Palastmusik, Unser Programm

